Wgetechnik

LKW-Vorverladung und Füllstandsmessung leicht gemacht

In vielen Betrieben der Schüttgutindustrie zeigt sich tagtäglich immer wieder die gleiche Situation:
Die zum Transport der Schüttgüter eingesetzten Fahrzeuge werden auf der Brückenwaage leer verwogen und dann zu den Verladesilos auf das Betriebsgelände geschickt. Das Verladen der Schüttgüter erfolgt meist über Verladegarnituren, Schieber oder kurze Verladebänder. Es steht im Normalfall kein Messsystem zur Verfügung, welches eine zuverlässige Kontrolle über die verladenen Menge zulässt. Häufig passiert es deshalb, dass die Fahrzeuge mit zu viel oder zu wenig Material auf die Fahrzeugwaage zurückkommen – zeitraubendes Nach- oder Entladen ist die Folge.

LKW-Vorverladung
LKW-Vorverladung – die Dehnungsmessaufnehmer befinden sich in den Stützen der Silos

Eine gute Lösung mit Dehnungsmessaufnehmer

Eine gute Lösung bietet der Einsatz von Vishay Dehnungsmessaufnehmern. Diese Messaufnehmer werden an die vorhandene Stützkonstruktion montiert und messen die auftretenden Materialverformungen der Stützen, die durch das Entleeren des Silos während der Verladung auftreten. Das Funktionsprinzip ist ähnlich einer klassischen Wiegezelle, bietet aber den entscheidenden Vorteil, dass die vorhandene Silokonstruktion nicht geändert werden muss. Es werden keine Wiegezelle untergebaut, sondern nur die Dehnungsmessaufnehmer an die Silostützen angeschraubt. Zum Schutz vor äußeren Einflüssen wie Staub, Korrosion, Sonneneinstrahlung usw. wird eine Schutzhaube mit Isolierung montiert.
Mit dem Einsatz von Dehnungsmessaufnehmer erzielt man so ein einfach nachrüstbares Füllstandsmesssystem, mit dem am Ort der Verladung die Messung des Schüttgutes erfolgt.

Je nach Auswertesystem können die Bediener direkt die Menge ablesen oder die Befüllung automatisch regeln.
Die Signalauswertung wird in den meisten Fällen durch hochauflösende, digitale Wiegemessverstärker vorgenommen. Diese kompakten Messverstärker lassen sich mittels Folientastatur und integrierter LED-Anzeige einfach einstellen und justieren. Zum Anschluss an das Prozessleitsystem steht ein Analogausgang oder wahlweise eine Profibus DP oder Ethernet Schnittstelle zur Verfügung.

Funktionsprinzip:
Der Dehnungsmessaufnehmer wird mit Schrauben kraftschlüssig mit der jeweiligen Stahlkonstruktion verbunden. Durch mechanische Belastung, z.B. durch Befüllung oder Entleerung des Behälters ergibt sich eine Längenänderung der Tragkonstruktion die auf den Dehnungsmessaufnehmer übertragen wird. Über einen nachgeschalteten Messverstärker wird die Signaländerung in ein elektrisches Ausgangssignal umgeformt und ausgewertet. Durch Parallelschaltung von mehreren Dehnungsmessaufnehmer zu einer Messeinheit, lassen sich unterschiedliche Belastungen, die z.B. durch Windkräfte bei Behältern im Außenbereich auftreten, fast vollständig kompensieren. Um Wärmeeinflüsse durch Sonneneinstrahlung zu vermeiden, können die Silostützen mit einer einfach zu montierenden Isolierung versehen werden.

Vorteile des Messsystems:

  • Die Dehnungsmessaufnehmer können geringste Dehnungen bzw. Stauchungen an Stahlkonstruktionen erfassen
  • Das Messsystem kann überall dort eingesetzt werden, wo Silos, Tanks und andere Behälter eine eigene Unterkonstruktion besitzen
  • Kann jederzeit ohne Produktionsunterbrechung nachgerüstet werden
  • Messsystem kann auch bei schwierigen Schüttgütern eingesetzt werden, wo die Verwendung konventioneller Füllstandssysteme Probleme bereitet

Kann aufgrund seiner hohen Wiederholgenauigkeit und Langzeitstabilität mit geringem finanziellen und zeitlichen Aufwand realisiert werden

Anwendungsbereiche:

  • LKW-Vorverladung
  • Füllstandserfassung an Silos und Tanks mit optionaler Datenübertragung
  • Zug- und Dehnungsmessungen an Stahlkonstruktion
  • Überlast- und Grenzwertmeldung
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